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Neues Projekt in Planung! Start: vorgesehen Anfang 2017


Operationstrakt mit drei OP´s für das St. Elizabeth Hospital, Arusha, Tanzania

Neue Operationssäle für das St. Elisabeth Hospital – warum?

Das St. Elisabeth Krankenhaus im Norden Tansanias wurde vor 30 Jahren unter der Leitung der Diözese von Arusha gebaut. Ziel war und ist es, die Gesundheitsversorgung der ländlichen und unterversorgten Bevölkerung von Arusha und Umgebung nachhaltig zu verbessern. Viele der Patienten sind Angehörige der Volksstämme Massai, Arusha und Meru. Über 120 Ärzte, Krankenschwestern und weiteres medizinisches Fachpersonal kümmern sich um die medizinische Versorgung von mehr als 80.000 Patienten jährlich.

Massai-Kind in Rehabilitation nach einer OP. Gast Prof. Dr. Clayton Kraft begutachtet die Ergebnisse.

Besonders die schlimme Tradition der Beschneidung bei den Masaai, die offiziell verboten ist, aber dennoch weit verbreitet praktiziert wird, führt zu schweren Problemen bei der Geburt. Behinderungen sind häufig die Konse­quenz.Erschwerend hinzukommt, dass der Bau und die Ausstattung der Chirurgie und der Operationssäle nicht mehr den nationalen Richtlinien entsprechen. Neben veraltetem und teilweise fehlendem medizinischem Equip­ment, gibt es erhebliche Mängel was das 30 Jahre alte Design der OPs betrifft. So verursacht die fehlende Lüftungs- und Klimaanlage ein hohes Infektionsrisiko für die Patienten, insbesondere aber für Neugeborene und ihre Mütter. Zudem können diese durch das Fehlen von Aufwachräumen, die traumatische Erfahrung eines Notkaiserschnittes oft nur schlecht verarbeiten. Sie müssen nach der Operation direkt auf die Krankenstation verlegt werden. Auch ein Anästhesie- und Sterilisationsraum ist derzeit nicht gegeben.

Nachdem das Krankenhaus zum „District Hospital“ ernannt wurde und dadurch das Leistungsspektrum um kostenfreie Behand­lung von Schwangeren und Kindern unter 5 Jahren erweitert werden musste, schnellten die Patientenzahlen rapide in die Höhe. Während in 2011 rund 55.000 Kinder, Frauen und Männer im Krankenhaus medizinisch versorgt wurden, stieg die Zahl der ambulanten und stationär behandelten Patienten/Innen auf rund 77.200 in 2015 an. Besonders spürbar ist der dramatische Anstieg der Geburtenzahl. Während in 2011 rund 700 Kinder entbunden wurden, waren es 2014 schon 3.000. Mit den steigenden Geburten stieg gleichzeitig die Zahl der Notoperationen bzw. Kaiserschnitte, die das Krankenhaus an die Grenze seiner Kapazitäten bringen. Heute sind die zwei Opera­tionssäle sowie das Fachpersonal durch die steigende Zahl der kostenfrei angebotenen Kaiserschnitte dauerhaft belegt. Geplante Operationen können nicht wie vorgesehen durchgeführt werden und chirurgischen Notfällen wie Verkehrsunfälle oder Brandverletzungen müssen häufig in andere Referenzkrankenhäuser überwiesen werden.

 
3000 Geburten und bis zu 900 Kaiserschnitte müssen pro Jahr vom Krankenhaus (kostenlos) erbracht werden

 

Die alten OP-Räume haben keine sterile Umgebung, keine Klimaanlage, überfüllte (Frauen)-stationen


Geplantes Projekt – Ziele und Aktivitäten

Um zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung für Arushas marginalisierte Bevölkerung beizutragen und um das Tansanische Gesundheitssystem zu stärken, ist der Bau einer neuen Chirurgie-Station mit drei Operationssälen geplant, da ein Umbau der vorhandenen Säle nichtmöglich ist. Ebenso wie das Design der existierenden Operationssäle, ist das medizinische Equipment in den OPS veraltet, größtenteils nicht mehr den Standards entsprechend oder nicht mehr funktionsfähig. So ist auch hier die Anschaffung neuer Geräte geplant. Zusätzlich zum bereits existierenden Team,wird ein Chirurg eingestellt, welcher in der Durchfüh­rung von komplexen chirurgischen Verfahren, beispielsweise in der Operation von Klumpfüßen, spezialisiert ist. So kann das Krankenhaus der Bevölkerung wieder ein breites Band an chirurgischen Eingriffen wie Orthopädie, Beschnei­dung von Männern als Präventionsmaßnahme gegen HIV/Aids, und Kaiserschnitte zur Prävention der Mutter-Kind Übertragung von HIV anbieten.


Projektbudget

Basierend auf einer umfangreichen Machbarkeitsstudie steht nun das Budget fest: 1.8 Millionen Euro werden insgesamt für die Verwirklichung der geplanten Maßnahmen benötigt. Der größte Teil des Budgets ist für Investitionen vorgesehen. Beim Bau der Operationssäle müssen hohe Regularien im Hinblick auf hygienische und technischeStandardseingehalten werden. Die Baukosten werden sich auf über 800.000 Euro belaufen. Zusätzlich müssen 600.000 Euro für den Kauf von medizinischen Geräten zur Ausstattung der OP-Säle eingeplant werden. Für das Projekt bewirbt sich actionmedeorum Ko-Finanzierung durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Jedoch erfordert die Förderung des BMZ einen Eigenbeitrag zum Projekt durchactionmedeor und Partnerschaft für Afrikavon, 25% des Budgets . Das sind 460.000 Euro. Um diese Finanzlücke zu füllen bitten actionmedeor und Partnerschaft für Afrika um Ihre Mithilfe. Wir suchen engagierte Partner welche dieses Projekt unterstützen möchten. Jeder Euro hilft, unserem Ziel – der neuen Chirurgischen Station – näher zu kommen!!

Wie Sie helfen können

  • Die zwei größeren Operationssäle kosten je140.000 EUR, der kleinere OP kostet95.000 EUR.

     
    Beispiel für neue, sterile Operationssäle in Afrika


  • Das Orthopädische Equipment kostet 57.000 EUR



    Beispiel für neues orthopädisches Material für die neunen OP´s


  • Die Sterilisationsgeräte werden 85.000 EUR kosten



    Beipiele für neue Sterilisationsgeräte

  • Schon 55.000 Euro für einen Generator verhindern, dass ein Stromausfall das Leben der Patienten im St.Elisabeth Krankenhaus gefährdet. Auch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (UPS) welche die wenigen Sekunden vor Einschalten des Generators überbrückt, und ein „Stabilisator“ welcher die Gerät­schaft vor hoher Lastspannung bei Zurückkehren des Stroms schützt, könnten damit finanziert werden. 

  • Nur 40.000 Euro könnten ein sehr teures, aber dringend benötigtes Narkosegerät finanzieren. Insgesamt braucht das Krankenhaus zwei dieser Geräte.

     

    Beispiel für eine Anästhesiemaschine für den neuen OP und einen neuen Stabilisator


  • Auch das Lüftungssystem kostet 40.000 Euro. Mit 20 Luftänderungen pro Stunde reduziert das System die Gefahr von Infektionen für Patienten und das Operationsteam.
  • Oder halten Sie das Monitoring und die Supervision vor Ort für besonders wichtig? Mit 28.500 Euro können Sie zum Gelingen dieses Projekts beitragen und die lokale Supervision der Bauarbeiten vor Ort finanzieren. Dieser Beitrag kann die Gehälter lokaler Architekten, Statiker und Elektriker sichern.
  • Auch der Aufbau von Know-How benötigt finanzielle Unterstützung. Oft treten Krankenhausmanagement und Buchhaltung neben großen Baumaßnahmen in den Hintergrund. Diese Aspekte sind jedoch entscheidend für eine erfolgreiche Umsetzung des Projekts – auch nach Abschluss der Bauarbeiten. Auch das medizinische Personal wird von gezielten Trainingsmaßnahmen zu Hygiene- und Qualitätsmanagement profitieren. Zudem werden die Chirurgen im Betrieb einer Chirurgie Station ausgebildet. Diese Maßnahmen mit 69.600 Euro budgetiert.

 

Hintergrund-Information

In 2011 erhielt das St. Elisabeth Krankenhaus, welches sich über die Jahre einen sehr guten Ruf aufgebaut hatte, den staatlich anerkannten Status eines sogenannten CounsilDesignated Hospitals (CDH). Die Auflage eines CDH‘s ist u.a. die kostenfreie Behandlung von Schwangeren und Kindern unter fünf Jahren. Mit dem CDH Status erhält das Krankenhaus staatliche Zuschüsse für Gehälter und Medikamente, das Krankenhaus bzw. die Diözese von Arusha muss jedoch für Investitionen wie zum Beispiel Ausbau von Stationen oder Operationssälen aufkommen.

Das Gesundheitsministerium hat das Krankenhausmanagement bereits auf die baulichen Mängel hingewiesen und mit der Schließung der Operationssäle gedroht. Das Krankenhaushat jedoch keine eignen finanziellen Ressourcen, um einen Neu- und Ausbau der Chirurgie zu finanzieren. Bei einer Schließung der Operationssäle verliert nicht nur das Krankenhaus den CDH Status und somit wichtige staatliche Zuschüsse zu Gehältern und medizinischer Ausstattung – auch die arme und benachteiligte Bevölkerung der Region Arusha verliert einen sicheren Zugang zu einer umfassenden Gesundheitsversorgung. Mit großen Schwierigkeiten die täglichen Kosten des Krankenhauses zu decken trat Die Erzdiözese von Arusha nun mit der Bitte um Hilfe an actionmedeor und Partnerschaft für Afrika heran.

 

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